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Vitamin E (fettlöslich)

auch Tocopherol (Gruppenbezeichnung); früher: Antisterilitätsvitamin, Fruchtbarkeitsvitamin, Fertilitätsvitamin, antidystrophisches Vitamin

Vorkommen:

  • In tierischen und pflanzlichen Futtermitteln in unterschiedlichen Mengen enthalten
  • Nicht der Gesamttocopherolgehalt ist wichtig, sondern der Gehalt an der für die Tierernährung wichtigsten Verbindung dl-α-Tocopherol
  • Reich an Vitamin E: Gras, Klee, Luzerne, Grünmehl, unzerkleinerte Samen
  • In Getreide überwiegen mit 70 – 90% der Gesamtmenge weniger wirksame Verbindungen wie β-, γ- und δ-Tocopherole.
  • Arm an Vitamin E: Ölsaatenextraktionsschrote
  • Feuchtigkeit und Lagerungszeit üben negativen Einfluss auf die Vitamin E-Stabilität aus (vor allem Grünfutter und Getreide betroffen)

Bedeutung:
  • Steuerung des Kohlenhydrat- und Kreatinstoffwechsels, des Muskelstoffwechsels und des Glykogenhaushaltes
  • Verhinderung der Bildung von Lipid-Peroxylradikalen aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren
  • Regulation der Entwicklung und Funktion der Keimdrüsen
  • Vorbereitung und Schutz der Trächtigkeit
  • Regulierung des Hormonstoffwechsels über den Hypophysenvorderlappen
  • Stimulierung der Antikörperbildung (bessere Resistenz gegenüber Krankheiten)
  • Antitoxische Wirkung im Zellstoffwechsel
  • Verhinderung von Lebernekrosen und Muskeldegenerationen
  • Erhaltung der Stabilität der Membranen, insbesondere der Herz- und Skelettmuskulatur
  • Bedeutende Funktion: Antioxidative Wirkung, durch die eine Stabilisierung der oxidationsempfindlichen Phospholipide in der Zellmembran und sonstiger oxidationsempfindlicher Stoffe wie Vitamin A, Carotinoide und Zwischenstufen des Kohlenhydratstoffwechsels bewirkt wird

Mangelerscheinungen:
  • Muskelschäden an der Herz- und Skelettmuskulatur (Dystrophie, Myopathie)
  • Daraus resultierende degenerative Veränderungen bewirken Bewegungsstörungen und sichtbare Muskelverkrümmungen (Bananenkrankheit beim Schwein)
  • Bei Schädigung des Herzmuskels kann plötzlicher Herztod eintreten (Maulbeer-Herzkrankheit)
  • Weißfleischigkeit bei Kälbern und Lämmern durch dystrophische Veränderungen
  • Fruchtbarkeitsstörungen bei männlichen und weiblichen Tieren
  • Veränderungen am Gefäß- und Nervensystem
  • Leberschäden (Nekrosen) und Veränderungen im Fettdepot (Braunfärbung des Specks beim Schwein)
  • Diagnose: Erhöhte Enzymwerte der Kreatin- und Pyruvatkinase




Vitamin-Übersicht:
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Weiterführende Links:

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