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Eigelb-Immunglobuline (IgY)

Vor mehr als 100 Jahren beschrieb der Veterinär Dr. Felix Klemperer die Funktionsweise von Ei-Antikörpern. Er stellte fest, dass Hühner nach der Konfrontation mit Krankheitserregern Antikörper bilden und diese ins Eigelb übertragen. Diese Antikörper sollen eigentlich dem Nachwuchs des Huhns, dem frisch geschlüpften Küken, als immunologische Unterstützung in den ersten Tagen und Wochen seines Lebens dienen. In der Landwirtschaft wurde dieses Wissen schon früh genutzt. Kälber wurden mit Eiern von Hühnern gefüttert, die zuvor in engem Kontakt mit den Kälbern standen. So waren die Kälber gegen die vorkommenden Durchfall verursachenden Keime wie Salmonellen, E. coli, Rota- und Coronaviren geschützt.

Funktionsweise
Antikörper aus Hühnereiern wirken hauptsächlich im Darm. Dort erkennen und binden sie spezifische pathogene Keime. Die blockierten Krankheitserreger können sich nicht mehr an die Darmwand anheften und somit auch nicht weiter vermehren bzw. keinen Schaden mehr anrichten. Die nun unschädliche Form wird mit dem Kot ausgeschieden, der keine Gefahr mehr für eine Reinfektion darstellt.



Dies führt zu einer Verminderung von Durchfallerkrankungen und damit auch von Behandlungskosten und Verlusten. Ferkel und Kälber zeigen dementsprechend bessere Mastleistungen. Resultat: höhere Gewinne.

 
 
 



Weiterführende Links:

Immunglobulin_Y

Felix Klemperer